Brennweite: 135mm
Blende max: 1.8
Blende min: 16
5 Linsen in 4 Gruppen
8 Blendenlamellen
Filtergewinde: 82mm
MFD: 1,7m
Gewicht: 935g
Länge: 105mm
Produktion: 
Anschluss/Bajonett: M42


 
Okay, ein lichtstarkes Tele finde ich immer gut. Fast ein Kilo Metall und Glas mit einem Schraubgewinde als Anschluss und einer 82mm-Frontlinse finde ich auch gut! Die damit machbare Freistellung ist ein grandioser Faktor, um ein Bild angenehm zu gestalten und den Blick des Betrachters zu lenken. Auch mit dem (manuellen) Samyang 135mm f2 und dem ganz hervorragenden Canon FD 135mm f2 habe ich so gerne fotografiert, dass eins meiner drei AF-Objektive  diese Eckdaten haben sollte, und zwar das Sigma Art 135mm f1.8. Ich mag die Brennweite und für Hunde halte ich sie nahezu optimal.

Das Weltblick ist dabei eine eigene Hausnummer. Ein Vergleich zwischen dem Weltblick und dem Samyang (oder dem Canon oder dem Sigma) wäre sicher wenig spannend und würde das Weltblick in jeder Hinsicht vernichtend abqualifizieren. Aber - für Liebhaber alter Objektive, deren Bildfehler und Handhabung, muss das Weltblick eigentlich eine Offenbarung sein. Schon beim Blick durch den Sucher fallen sofort viele Schwächen auf. Es fällt schwer den Fokus treffend zu setzen, da der Kontrast nicht nur im Gegenlicht derart gering ist, dass das focus peaking kaum wahrnehmbar ist. Die Farben sind flau und ausgewaschen. Speziell bei diesem Objektiv überrascht mich der Weißabgleich immer wieder. Allerdings würde ich nicht sagen, dass es nicht scharf ist. Wenn man die Muße hat und sorgfältig via Sucherlupe scharfstellen kann, dann ist das durchaus in Ordnung. 

Alles in allem definitiv ein Objektiv, dass man als Fan mal ausprobiert haben sollte. Egal, was man damit fotografiert, das Weltblick "malt" das Motiv, und das ganz fantastisch.

 


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